Erhöhung des Eigenverbrauchs durch Stromspeicher

SMA Sunny Island 6.0 H Batterie Wechselrichter zur Eigenverbrauchsoptimierung

Aktuell:

Erste Ergebnisse:

Wir haben genau dieses Speichersystem von SMA installiert, um die

gewonnenen Erfahrungen in unsere Kundenberatung einzubinden.

Sobald signifikante Ergebnisse unserer Versuchsanlage vorliegen,

werden wir sie an dieser Stelle veröffentlichen:

Stromspeicher seit ca. 11 Monaten in Betrieb

Zuerst die erfreuliche Nachricht:

Wie erhofft ist mithilfe der o.g. Speicheranlage die Eigenverbrauchsquote auf nahezu 60% angestiegen

(immer bezogen auf den Stromertrag der PV-Anlage).

Folgende Herausforderungen waren in

der Zwischenzeit zu bewältigen:

Zwei Updates (die durchaus sinnvoll erscheinen, jedoch auch mit neuer Menüführung und zusätzlichen Einstellmöglichkeiten abermals arbeitsintensiv waren) konnten installiert werden.

Lehrgeld musste in puncto Batterie bezahlt werden:

Aus Kostengründen hatten wir uns für wartungsarme Blei/Säure- Batterien entschieden, um für diesen Typus eine akzeptable Lebensdauer zu erzielen, muss das Lade- bzw. Entlademanagement extrem feinfühlig eingestellt werden. Das kann man immer genau so gut, wie die Akkuhersteller Datenblätter mit den notwendigen

Angaben zur Verfügung stellen. Glücklicherweise gibt es engagierte

Leute, die ihr Wissen freizügig und nachvollziehbar online stellen.

Davon haben wir profitiert und wir wissen jetzt:

Akkus sind auch nur Menschen

Im Übrigen haben sich unsere unten ausgeführten Annahmen bestätigt.

Abgesehen davon, dass Eigenverbrauch Spaß macht und deswegen mehr Eigenverbrauch auch noch mehr Spaß macht, ist unter betriebswirtschaftlichen Aspekten ein Batteriestromspeicher nicht wirklich empfehlenswert.

Haus mit PV-Anlage und Stromspeicher (klick startet Animation)

Um Missverständnissen vorzubeugen:

Zum augenblicklichen Zeitpunkt (August 2014) sind Speicherlösungen

zur Erhöhung des Eigenverbrauchs unabhängig von der gewählten

Batterietechnologie und trotz möglicher Förderprogamme

kostenintensiv und unwirtschaftlich.

Mittelfristig ist jedoch absehbar, dass diese Systeme preislich

attraktiver und effektiver werden. Bis dahin macht es

in jedem Falle Sinn eine Photovoltaikanlage zu installieren und

den regulär erzielbaren Eigenverbrauch zu nutzen, da nahezu

jede PV-Anlage mit einem Speicher nachgerüstet werden kann.

 

Wer sich trotzdem jetzt für einen Speicher entscheidet, um die

angebotene Förderung in Anspruch zu nehmen muss wissen,

dass es einige Voraussetzungen zu erfüllen gibt.

Unter anderem verpflichtet sich der Anlagenbetreiber

die Einspeiseleistung auf 60% der Anlagenleistung

zu reduzieren.

 

Montag, 26. August 2013: unsere Versuchsanlage geht in Betrieb.

Das letzte Glied in der Kette, um die Anlage in Betrieb nehmen zu

können, war das SMA Energy Meter, dessen Auslieferungstermin

mehrfach nach hinten verschoben wurde. Als am Vormittag des

26. August das heißersehnte Teil endlich eintrudelte, ließ

unser Betriebselektriker es sich nicht nehmen der Freude

Ausdruck zu verleihen:

Per Speedwire kommunizieren Energymeter und Sunny Island miteinander.

Eigenverbrauch mit einer 4 kWp PV-Anlage:

(ohne Speicher)

Typischer Stromverbrauch pro Jahr für einen 2-3 Personenhaushalt mit typischen Lastspitzen zur Mittagszeit und weiteren Verbrauchsschwerpunkten in den Morgen- und Abendstunden.

Mögliche Eigenverbrauchsquote OHNE Speichersystem

Eigenverbrauchsquote mit Speicherlösung:

ungefähr 60% sind realisierbar (bezogen auf dieses Beispiel)

Damit liegt die Eigenverbrauchsquote um ca. 30% höher

als ohne Speicher. Für dieses konkrete Beispiel würde das

eine Eigenverbrauchserhöhung um 1200 kWh pro Jahr bedeuten.

Das sind nach heutigem Tarif ca. 340 Euro (1200 kWh x 28ct/kWh).

Demgegenüber steht der Einspeisetarif von ca. 15ct/kWh,

daraus ergeben sich 180 Euro Einspeisevergütung pro Jahr.

(1200 kWh x 15ct/kWh).

Die tatsächliche Ersparnis liegt bei 160 Euro pro Jahr

Auf 10 Jahre gerechnet landet man dann also bei ungefähr 1600 Euro.

Die Elektronik einer qualitativ hochwertigen Speicheranlage dürfte

auch 20 Jahre und länger arbeiten, der Schwachpunkt ist in jedem

Fall der notwendige Akku/Batteriespeicher.

Dieser hat -bei den preisgünstigeren Speichersystemen-

eine ungefähre Lebensdauer von 8-10 Jahren,

bei den höherwertigen (und damit deutlich teureren)

Speicheranlagen von 10-15 Jahren

-immer in Abhängigkeit von der Nutzungsintensität und

vielen Rahmenbedingungen.

Die günstigsten Speichersysteme, die den Ansprüchen für eine staatliche Förderung gerecht werden, kosten ungefähr 6000 Euro.

Auf dieses Beispiel angewendet ergibt sich eine Förderung

in Höhe von 1800 Euro. Damit kostet den Kunden dieses

Speichersystem noch 4200 Euro (6000-1800 €).

Damit stehen Kosten von 4200 Euro möglichen Einsparungen von 1600 Euro gegenüber.

Würde man die Speicheranlage auf 20 Jahre Laufzeit rechnen,

(anstatt 10 Jahre, wie im Beispiel oben)

würden sich die möglichen Einsparungen natürlich erhöhen,

jedoch müsste dann auch die notwendige Neuanschaffung des

Akkus/Batteriespeichers berücksichtigt werden.

Diese Zahlenbeispiele beinhalten noch nicht einmal die

Umwandlungsverluste im Akku  beim Laden und wieder Entladen

(bei Bleiakkus gilt: „135% reinstecken, um 100% herauszubekommen.“

Das sind 35% Verluste!)

sowie die  Kapazitätsminderung im Laufe der Jahre.

Diese Verluste existieren natürlich trotzdem und verschlechtern

das Ergebnis einer Speicheranlage zusätzlich.

Fazit:

Damit Speichersysteme wirtschaftlich arbeiten können, müssen sie günstiger werden und die Lebenserwartung der Akkus/Batterien muss steigen.